Bühne frei für Metallgewebe
Schützendes Dach für römisches Theater in Frankreich: Die Opernfestspiele Chorégies d’Orange sind berühmt für ihre brillante Akustik vor malerischer Kulisse. Austragungsort ist ein rund zwei Jahrtausende altes römisches Theater in Südfrankreich, das internationale Opernstars und -liebhaber ebenso anzieht wie unzählige Touristen. Seit 1981 gehört das Theater in Orange zum UNESCO Weltkulturerbe und erfüllt dank zahlreicher Maßnahmen zur Erhaltung bis heute seine Jahrtausende alte Funktion. Eine ausgeklügelte Dachkonstruktion über der Bühnenwand bewahrt den antiken Steinbau vor dem Verfall. Rund 1.000 Quadratmeter Edelstahlgewebe der GKD – GEBR. KUFFERATH AG (GKD) aus Düren, Deutschland, machen die Konstruktion zum Erlebnis für Augen und Ohren.
Als Zeugnis römischer Baukunst beeindruckt das antike Theater mit seiner hervorragenden Akustik, die es für anspruchsvolle musikalische und schauspielerische Aufführungen prädestiniert. Das neue Dach sollte diese Eigenschaft erhalten. Größte Herausforderung war dabei die Größe der bereits leicht maroden, 38 Meter hohen und 103 Meter breiten steinernen Bühnenwand. Ein schweres Dach hätte sie stark belastet, weshalb eine Rekonstruktion der ursprünglichen massiven Holzbedachung nicht in Frage kam. Der unter anderem bei der Restauration der berühmten Villa Medici in Rom bewährte Architekt Didier Repellin überzeugte mit einem mutigen Lösungsvorschlag. Sein Entwurf setzte auf den modernen Kontrast einer Glas-Stahl-Konstruktion. Um die antiken Mauern zu entlasten, halten Stahlträger das 200 Tonnen schwere Dach. Die Unterseite der gläsernen Dachkonstruktion wurde mit GKD-Edelstahlgewebe vom Typ Escale 7x1 abgehängt. Dieser Gewebetyp mit 50 Prozent freier Fläche wirft bei Tageslicht einen leichten Schatten auf die Bühne und vermittelt zugleich den Eindruck eines gespannten Sonnensegels. Bei abendlicher, gezielter Beleuchtung ermöglicht die glänzende Textur faszinierende Lichtinszenierungen. Mit seiner subtilen Eleganz und akustisch neutralen Eigenschaften überzeugt das Spiralgeflecht erstmals auch bei der Restauration eines antiken Bauwerks und sichert dauerhaft den ungetrübten Kulturgenuss auf historischer Bühne.
Foto © Gromelle Grand Angle / Culturespaces










